Die 5 R’s von Kunst-Stoffe zur Abfallvermeidung

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Wer sich mit Abfallvermeidung beschäftigt, stößt schnell auf die 5 R’s. Sie sollen einfache Eselsbrücken schaffen, um die Grundbausteine für ein nachhaltiges Leben ohne Müll aufzuzeigen. Mit dem Aufkommen der Zero Waste-Bewegung haben unterschiedliche Akteure ihre eigenen 5 R’s zusammengestellt und mit Praktiken und Inhalten gefüllt. In der aktuellen Debatte um die Zero Waste-Bewegung, ihren Zielen und ihren praktischen Ansätzen, unser Leben nachhaltig zu gestalten, hat sich das Team der Bildungsarbeit von Kunst-Stoffe im Rahmen unseres Bildungsprojekts „Perspektiven auf Upcyling“ mit der Entstehungsgeschichte und unterschiedlichen Definitionen der 5`Rs beschäftigt.

Die gängige Definition der 5 R’s konzentriert sich vorwiegend auf die private Ebene und möchte dazu anregen, den Verbraucher zu abfallvermeidendem Verhalten zu erziehen. Die Systeme dahinter werden wenig berücksichtigt. Auch werden die Ressourcen, die im „Müll“ stecken, nicht erschlossen.

Hier setzen wir mit unserer Definition der 5 R’s an: Wir sind der Meinung, dass es infrastrukturelle Veränderungen und revolutionäre Kurswechsel bei der Produktion, Nutzung bis hin zur Entsorgung braucht. Wir arbeiten seit über 10 Jahren daran, diese Strukturen zu schaffen, Materialien zum Bauen und für kreative Projekte zu retten und in den Zero Waste Bau- und Kreativmärkten für die Weiternutzung bereitzustellen. Parallel setzt sich der Verein mit Wegen für eine nachhaltige Lebensweise auseinander, beteiligt sich an Pilot- und Pionierprojekten und gibt mit Bildungs- und Informationsarbeit, sowie mit praktischen Angeboten wie Repair Cafes und Offenen Werkstätten Impulse und Denkanstöße.

Wir definieren unsere 5 R’s folgendermaßen:
RETHINK – Anders denken, überdenken, nachhaltig denken
REFUSE – Ablehnen von Müll
REDUCE – Reduzieren
REUSE – Wiederverwenden
REACT – Reagieren

Wir möchten zukunftsweisende Leitgedanken formulieren, die über die gängigen Handlungsansätze hinausreichen und dazu anregen, neue Strukturen und Wege zu erschließen und aktiv zu gestalten.
Wir möchten dazu aufrufen, bestehende Verhältnisse zu hinterfragen und kollektive, gemeinnützige Strukturen zu schaffen, mit denen effektiv und auf kurzem Wege Müll vermieden und Material gerettet werden kann.