Feedback Ideen zur Abfallvermeidung

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Freie Journalistin, Autorin, Politikwissenschaftlerin, Mitbegründerin der TAZ und deren Umweltredaktion

Hallo zusammen,
ich finde toll, was ihr da macht! In Deutschland ist die Industrie der größte Abfallverursacher, und die müsste mit viel schärferen Gesetzen reguliert werden. Es müssten auch Anreize zum Aufbau einer echten Kreislaufwirtschaft gesetzt werden, in der es dann keinen Abfall mehr gibt, nur noch Ausgangsstoffe für das nächste Produkt. Ansatzweise gibt es das schon.
Für Privathaushalte empfehlen sich drei zentrale Dinge: beim Einkaufen auf Plastikverpackungen und auf Mineralwasser verzichten sowie einen Kompost für Küchen- und Gartenabfälle anlegen. Das spart nach meiner Erfahrung schon ungefähr die Hälfte des wöchentlichen Müllaufkommens einer Durchschnittsfamilie ein.
Allerdings ist der Verzicht auf Plastik und Verpackungen schwer zu organisieren. Nur sehr wenige Märkte und Supermärkte verzichten ganz oder fast gänzlich darauf, etwa der samstägliche Biomarkt auf der Domäne Dahlem. Die dort einkaufenden Stammkunden sind inzwischen daran gewöhnt und bringen Körbe, Leinentaschen oder alte Plastiktüten mit. In Hamburg und Berlin gibt es erste Supermärkte, die ihre Waren lose verkaufen. Auch hier füllt man in mitgebrachte Gefäße ab. Mineralwasser ist das überflüssigste Produkt überhaupt. Die meisten Wasser sind SCHLECHTER als Leitungswasser und enthalten mehr Schadstoffe, unter anderem aufgrund der Plastikflaschen, die oft gefährliche Weichmacher enthalten. Zudem ist ein Liter bis zu 200-mal teurer als ein Liter Wasser aus dem Hahn!
Mir ist schleierhaft, warum so viel Menschen so teure schädliche Produkte kaufen. Auch in Kneipen kann man Leitungswasser bestellen. Mit unseren Küchen- und Gartenabfällen produziere ich im Kompost Terra-Preta-Substrat, auf dem ich dann in unserem kleinen Gärtchen Gemüse und Blumen ziehen kann. Große Freude!
Als ich als junge Studentin mal ein Weilchen in Tansania arbeitete, hat mich dort sehr beeindruckt, dass die Menschen NICHTS wegwerfen. Jedes Plastikschälchen oder -tütchen war eine Kostbarkeit, die aufbewahrt wurde.
Heute ist das auch dort anders, leider. Fein zerriebener Plastikmüll versaut inzwischen die Weltmeere, die Meerestiere schlucken ihn und verrecken jämmerlich, und über die Fische gelangt es auch in menschliche Körper.
Ich verstehe nicht, warum so ein armer Staat wie die Demokratische Republik Kongo ein Verbot von Plastiktüten erlassen kann, aber das reiche Deutschland nicht.
Herzliche Grüße von
Dr. Ute Scheub Freie Journalistin und Autorin Geburtshelferin für ökosoziale Projekte und Geschichten des Gelingens www.utescheub.de

Journalistin und Autorin

Liebe AbfallvermeiderInnen,
Frauke Hehl hat mich gefragt, ob ich nicht was beitragen könnte. Ich finde die Idee der Kreisklaufwirtschaft sollte in Eure Überlegungen unbedingt aufgenommen werden.
In der Natur gibt es keinen Müll: Was ein Wesen nicht mehr gebrauchen kann, ist Nährstoff für andere. So sollte auch unsere Wirtschaft konstruiert werden, dann kann sie ewig weitergehen. Denn die belebte Natur hat es ja auch geschafft, aus dem immer selben Material immer Neues herzustellen.
Die Vielfalt wächst, aber nicht die Menge der Rohstoffe! Das Prinzip ist genial! Vorasussetzung ist, dass man nur Dinge produziert, die ungiftig sind, damit daraus Neues entstehen kann.
Viele Grüße Annette

Beiträge von Annette:

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland [BUND]

Da habt ihr eine echt tolle Idee!
Anbei einige Infos/Dateien von uns… Auf das es inspiriert und Verbesserungen für die Umwelt bewirkt!

Last not least: auch in Eurer Nähe gibt’s die www.bundjugend.de. Ihr könnt gerne mitmachen! Ihr seit ganz herzlich willkommen!

Beste Grüße schickt Carsten

‚Die To-Go-Kultur gehört verboten, außer die Leute bringen das eigene Geschirr selber mit.

Die Vermüllung durch To-Go-Pappbecher ist wie all die anderen To-Go-Verpackungen ein kulturelles- und Bildungsproblem, was vielleicht durch teure Abgaben gelehrt werden könnte ?‘

Claudia

‚Hi ihr,
super Aktion, toll, dass Ihr Euch darum kümmert ! Ich denke, wenn bei allen Produkten ein realistischer Betrag für die Entsorgungskosten gleich mitinbegriffen wäre, so würden Menschen weniger wegwerfen und Dinge länger nutzen !