Ökonomische Transformation

Eingetragen bei: Nachrichten | 0

Was passiert eigentlich gerade mit unserer Wirtschaft? Viele Menschen gehen nicht mehr ihrer Erwerbsarbeit nach – und das weltweit. Wirtschaftswissenschaftler*innen gehen davon aus, dass Rohstoffe, Halbzeuge und auch Konsumwaren nicht in der bisherigen Menge verfügbar bleiben, auch wenn viel von dieser Arbeit von (fossil betriebenen) Maschinen erledigt wird. Das ist ein Problem für gesellschaftswichtige Güter, in dieser Situation u.a. Infektionsschutzmittel oder Beatmungsgeräte.

Die Situation wirft gleichzeitig die Frage auf, welche Güter wir überhaupt brauchen und in welchen Mengen. Vielen Menschen fehlt in der derzeitigen Situation eher der Austausch mit Menschen als der Tausch von Geld gegen Produkte. Durch die Pandemie entstehende Beschränkungen zeigen uns, wie viel von unserer Hyperproduktion und auch Aktivität gar nicht fehlt, wenn sie ausbleibt. Und sie zeigen, wie einfach es ist, die uns tragenden Ökosysteme zu entlasten und zu regenerieren: Wir müssen mehr nicht machen.

Und wenn wir etwas machen, dann doch besser mit den Mitteln, die um uns herum verfügbar sind. Bei Kunst-Stoffe erleben wir jeden Tag, wie viel Verschwendung die herrschende Wirtschaftsweise verursacht, das Material lange vor dem Lebensende aus der Nutzung fällt und ohne unsere Arbeit vernichtet würde.

Vielleicht können die Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie ja Katalysator für die überfällige ökonomische Transformation sein. Diskutiert wird dazu schon viel, z.B. im Postwachstumsblog, im RBB, in der OXI, in der enorm und in anderen wirtschaftskritischen Medien. Wir versuchen weiter, eine andere, ökologisch nachhaltige Infrastruktur aufzubauen, mit der wir euch auch nach dieser Pandemie Gebrauchtes statt Neues zur Verfügung stellen können.
Wer uns dabei unterstützen möchte, kann sich – erstmal kontaktlos – auf verschieden Weise einbringen. Wir freuen uns!