Unser momentanes Wirtschaftsmodell überfordert die Ökosysteme. Das Haus der Materialisierung bietet eine Alternative: Unser Ziel ist eine nachhaltige Kultur im Umgang mit Ressourcen und gelebte Diversität als Basis einer tragfähigen Gesellschaft – in ökologischer, materieller und sozialer Hinsicht. Mittel sind zirkulär funktionierende Strukturen und Prozesse, für u. mit Menschen allen Alters.

Diesem Ziel entsprechend gliedern sich die geplanten Aktivitäten: Erstens Aufbau und gemeinschaftlicher Betrieb von Strukturen für Nachhaltige Produktion & Nachhaltigen Konsum, mit Gebrauchtmaterialvermittlung (Zero Waste Baumarkt), Material-Labor, gemeinschaftlich genutzten Werkstätten für Holz-, Metall, Textil- und Plastikbearbeitung, Co-Working Space, Showroom, Leihregal, Fair-Teiler, Lastenradverleih. Zweitens Etablierung eines Lern- und Experimentierortes mit theoretischer und praktischer Verankerung in den Schwerpunkten Abfallvermeidung, Ressourcennutzung, Konsum, Ecodesign, sowie Realisierung von Synergien mit Akteuren der schulischen und außerschulischen Bildung, Organisation und Realisierung von Bildungsmodulen für verschiedene Altersgruppen und Lebensphasen. Drittens Inklusion und Aktivierung diverser Nachbarschaften über die Schaffung eines realen Ortes der Begegnung und gemeinschaftlichen Nutzung, sowie Stärkung neuer Solidargemeinschaften über nachhaltige Materialkreisläufe, mit regelmäßigen Aktionen wie Tausch- und Schenkmärkten, Repair-Cafe, Einkochaktionen, Upcycling-Workshops.

Das HdM entsteht im Zentrum Berlins am Alexanderplatz auf 2500qm Fläche als Teil der Pioniernutzungen im neuen Modellquartier Haus der Statistik. Es dient als Praxislabor für nachhaltige Kreislaufwirtschaft für die zukünftigen Nutzer*innen, die Nachbarschaft und die Stadtgesellschaft. Das Trägerkonsortium für das HdM besteht derzeit aus: ZK/U Zentrum für Kunst und Urbanistik, cosum, Material Mafia, Lehrstuhl für Kreislaufwirtschaft & Recyclingtechnologien der TU Berlin, Berliner Stadtmission, BAUFACHFRAU Berlin e.V., Raumlabor, S27 – Verein zur Förderung der interkulturellen Jugendarbeit e.V. und Kunst-Stoffe – Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien e.V.

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