In vielen Dienstleistungsbereichen, wie Ausstellungsbau und Messestandgestaltung, werden Materialien nur kurzfristig eingesetzt und danach entsorgt. In der Produktion fallen Materialreste als Abfälle an, die andernorts noch nutzbar wären. Und auch bei Bauprojekten bleiben immer wieder Materialen übrig.

In dem vom Umweltbundesamt geförderten Projekt ‘Wiederverwendung in der kommunalen Ressourcenpolitik verankern’ werden die an diesen Prozessen beteiligten Akteure zusammengebracht, um gemeinsam eine kommunal verankerte Struktur für die Wiederverwendung von Gebrauchtmaterialien zu konzipieren. So können große Mengen an wertvollen Ressourcen im Nutzungskreislauf erhalten bleiben und Abfallaufkommen reduziert werden.

Gemeinsam mit Unternehmen und Entsorgungsbetrieben werden im ersten Schritt geeignete Stoffströme ermittelt. Mit kommunalen Partnern wird darauf aufbauend eine Struktur gestaltet, die die Restmaterialaufkommen in den Metabolismus der Stadt wieder einbindet.
Mit Akteuren der Kreativwirtschaft und gemeinnützigen Trägern werden Nutzungsmöglichkeiten für diese Materialfraktionen eruiert. In der abschließenden Projektphase geht es um die Auswertung der Erfahrungen, um die Verstetigung und den bundesweiten Konzepttransfer.
Hierzu werden Handreichungen und Workshops erarbeitet und die Projekterfahrungen weitergegeben.

Partner im Projekt sind die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die Berliner Stadtreinigung (BSR), Flow Hamburg, BUND Berlin e.V., Konglomerat e.V..

Dieses Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.