Globales Lernen und nachhaltige Praxis

Upcycling: “Aus zu Müll erklärten Materialien, neue hochwertige Produkte zu schaffen”, ist ein spannender Ausgangspunkt, um die Themen Gesellschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit kreativ zu verhandeln. Im Projekt erkunden wir Leitbilder und Kultur nachhaltiger Entwicklungen aus lokalen und globalen Perspektiven. Ausgehend von der eigenen Lebenswelt und den Materialien, die wir alltäglich “weg” werfen, machen wir globale Zusammenhänge und Handlungsoptionen sichtbar.

“Upcycling” und Wiederverwertungspraxis geben unerwartete Antworten auf die Frage: “Was ist Müll?”. Ein Schwerpunkt ist es, vom Globalen Süden zu lernen, denn hier existieren zukunftsweisende Beispiele. Gleichzeitig verdeutlichen Einblicke in die Lebensrealitäten des Globalen Südens bestehende Ungleichgewichte – und erst aus der globalen Perspektive werden die dramatischen Auswirkungen von Abfall als Schattenuniversum der Konsumgesellschaften sichtbar.
Durch die inhaltliche Auseinandersetzung und die Erstellung von Bildungsmaterialien erschließt Kunst-Stoffe “best practice” Beispiele zum Thema “Upcycling” und Wiederverwertung und macht diese für die Bildungsarbeit nutzbar.
Im Rahmen des Projekts wird eine Workshopreihe mit Berliner Schüler*innen, Klimaaktivist*innen und Initiativen für Wiederverwertung wie dem Haus der Materialisierung durchgeführt. Es sind Bildungsmaterialien und vielfältige Ideen für Aktivitäten entstanden, die für Präsenzveranstaltungen sowie beim Lernen zu Hause realisiert werden können.

Wir freuen uns über Anfragen für Workshops und andere Bildungsveranstaltungen. Gerne beraten wir auch bei der Gestaltung von “Homeschooling Projekten” mit unseren Bildungsmaterialien.
Mail an: workshops@kunst-stoffe-berlin.de.

Ansprechpartnerin für das Projekt ist Anna Nonnenmacher. Für die Unterstützung bedanken wir uns bei

Bildungsmaterialien

“Material Fragen” Bilderserie

Fragen und Bilder laden ein zum Nachdenken, zum Hinterfragen, zum Erforschen, zu Diskussionen und dazu Neues zu erproben. Fotos und Collagen aus Rest- und Gebrauchsmaterialien illustrieren und erweitern die Fragen und eröffnen neue Perspektiven auf Material. Die Materialbuchstaben eröffnen Einblicke in das Sortiment der Kunst-Stoffe-Materialmärkte und machen neugierig darauf mit den unterschiedlichen Stoffen zu arbeiten.

Die Materialien sowie Ideen für Aktivitäten stehen hier in Kürze zum Download bereit.

5 Rs – Handlungsoptionen für ein Leben ohne Müll

Wer sich mit Abfallvermeidung beschäftigt, stößt schnell auf die 5 Rs. Sie sollen einfache Eselsbrücken schaffen und die Grundbausteine für ein Leben ohne Müll aufzeigen. Mit dem Aufkommen der „Zero Waste“-Bewegung, haben unterschiedliche Akteur*innen ihre 5 Rs zusammengestellt und mit Praktiken und Inhalten gefüllt. In der aktuellen Debatte um die „Zero Waste“-Bewegung, ihre Ziele und die Kreislaufwirtschaft, hat das Team der Bildungsarbeit von Kunst-Stoffe 5 Rs aufgestellt, die auch die Stoßrichtung unserer Bildungsarbeit widerspiegeln. Im Gegensatz zu Ansätzen, die vor allem den privaten Bereich und bewussten Konsum adressieren, möchten wir die Handlungsebenen und Möglichkeiten, sich zu engagieren, in ihrer ganzen Vielfalt aufzeigen und dazu anregen, theoretisch und praktisch über das bestehende lineare System hinauszuwachsen und neue Wege zu gehen. Dazu gehört es beispielsweise, kollektive, gemeinnützige Strukturen zu schaffen, mit denen effektiv und auf kurzem Wege Müll vermieden und Material gerettet wird, ebenso, wie sich gegen globale Ungleichgewichte und Missstände zu engagieren. Der Text richtet sich vor allem an Multiplikator*innen, um Diskussionen zum Thema Abfallvermeidung vorzubereiten und kann als Thesenpapier mit erwachsenen Teilnehmenden in Bildungsveranstaltungen Anwendung finden.

Die Materialien stehen hier in Kürze zum Download bereit.

Methoden ABC für Forschungen


Mit dem Forschen ist es so eine Sache: Mal probiert man etwas aus, mal beobachtet man und mal denkt man einfach nur nach. Aber wann macht man besser das eine oder das andere? Wissenschaftler*innen nennen die Mittel und Wege, die ihnen helfen, ihre Fragen zu beantworten, Methoden. Methoden sind also Werkzeuge, die du für deine Forschung nutzen kannst. Dieses ABC stellt verschiedene Methoden für das Forschen vor. Denn: Forschen wird noch interessanter, wenn man viele Methoden kennt.

Die Materialien stehen hier in Kürze zum Download bereit.

Workshops

Mein Wunsch für die Welt

Über eigene Hoffnungen und Wünsche zu sprechen und sich bewusst zu machen, welche Bedürfnisse und Wünsche man selbst hat und was die Menschen, die einen umgeben, brauchen und wünschen, erscheint gerade in den aktuellen Zeiten eine wichtige Herausforderung. Das Thema Wünsche greift die kindliche Lebenswelt unmittelbar auf, denn Kinder beschäftigen sich bewusst und unbewusst mit ihren eigenen Träumen, Wünschen und Zukunftsvorstellungen. Staunen, fragen, nachdenken, zweifeln, weiterdenken und in Frage stellen, sind Elemente, die in der Auseinandersetzung mit Wünschen zwangsläufig auftauchen. Im Workshop erarbeiten wir, dass Menschen zum einen individuelle, persönliche Bedürfnisse und Wünsche, als auch nach außen gerichtete Wünsche für andere Menschen, für die Gesellschaft und die Umwelt oder sogar den Planeten haben. Wir lernen Klima- und Menschenrechtsaktivist*innen kennen, die ihre Wünsche und Utopien als Forderungen in die Welt tragen und für sie eintreten. Die Teilnehmenden formulieren selbst einen nach außen und einen nach innen gerichteten Wunsch und debattieren darüber, wie und ob ihre Wünsche Realität werden können. Als Symbol der Wünsche gestalten wir Lichterketten oder Mobiles aus Rest- und Gebrauchsmaterial.

– 4-12 Jahre
– ab 90 min.
– für „Homeschooling Projekte“ geeignet

“Karneval der Zukunft” – Upcycling Verkleidung

Der Workshop spricht brisante globale Umweltthemen mit kreativem Humor und phantasievoller Poetik an. Wir stellen uns der Herausforderung eine Party ohne Müll zu feiern, denn wir produzieren mit unseren Festen zuviel Abfall, der oft achtlos liegengelassen wird und die Umwelt belastet. Wir gestalten Outfits und Verkleidungen aus schillernden Restwerten wie Strumpfhosen, Alu, Plastik, Wolle, Fahrradschläuchen, Stoffen, Kleidung etc. Dabei lernen wir die Materialien kennen: Woraus bestehen eigentlich Nylonstrumpfhosen? Unter welchen Umweltschädigungen wird Alu produziert? Und warum sind Fahrradschläuche eigentlich Sondermüll? Die Kostüme können weiterentwickelt werden: Was möchte ich ausdrücken? In welche Rolle möchte ich schlüpfen?

– ab 6 Jahre
– ab 90 min.
– für „Homeschooling Projekte“ geeignet

“Mir geht ein Licht auf” – Upcycling Lampen

In den aktuellen „#stayathome Zeiten“ beschäftigt uns mit Perspektive auf das Material speziell der Bereich der Inneneinrichtung. Denn die Nutzungsdauer ist, vor allem bei günstigen Möbeln und Haushaltswaren, sehr gering im Vergleich zu den Ressourcen, die in ihre Produktion und den Vertrieb fließen. Zudem kommen oft toxische Stoffe zum Einsatz. Wir gehen der Frage nach, welche Alternativen es zu diesem kurzlebigen Konsum im Bereich Wohnen gibt.
Mit einfachen Materialien, die oft zu Hause vorhanden sind, wie Plastik und Stoffresten, schaffen wir schöne, individuelle Lichtquellen. Oft findet man auch am Straßenrand weggeworfene Lampengestelle, die nur darauf warten, dass ihnen neues Leben eingehaucht wird. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielseitig und der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

– ab 8 Jahren
– je nach Umfang des Projekts
– für „Homeschooling Projekte“ geeignet

Entschleunigung – Sitzkissen aus Werbebannern

Immense Werbeplanen auf dem Gerüst, die neueste Werbung, die besten Angebote, die nächsten Veranstaltungen. Banner aus Kunststoffen an der Fassade prägen das Bild unserer Stadt. Doch was passiert damit, wenn die Veranstaltung gelaufen ist und das Angebot nicht mehr gilt? Kunst-Stoffe rettet ständig Werbebanner nach Veranstaltungen und Messen. Bei unserem Workshop geben wir diesem Material ein neues Leben und gestalten mit Hilfe von einfachen Werkzeugen und Techniken ein Meditationskissen: Einen nachhaltigen Entspannungsort für Entschleunigung und Suffizienz.

– ab 12 Jahren
– je nach Umfang des Projekts
– für „Homeschooling Projekte“ geeignet